28.08.2019

Kindergarten Schäferhof wächst in die Höhe

6,1-Millionen-Euro-Projekt geht voran – Erstbezug soll im Januar sein – Generalübernehmer: Alles ist im Zeitplan

TETTNANG -

Es hat sich einiges getan im Schäferhof: An der Ecke Vogelherdbogen/ Hofkammerstraße sind erst die Gerüste in die Höhe gewachsen. Und jetzt nimmt auch das Kindergartengebäude selbst zunehmend Form an. Im Schäferhof entsteht derzeit eine neue, fünfzügige Einrichtung – und damit einer der teuersten städtischen Neubauten: Immerhin mehr als 6,1 Millionen Euro betragen die Baukosten. Fertig sein soll das Gebäude am 13. Januar. Nach jetzigem Stand sei das kein Problem, sagt Thorsten Wiest vom Generalübernehmer Weizenegger Objektbau, man sei gut im Zeitplan. Die Firma koordiniert das vollständige Vorhaben im Auftrag der Stadt. Ende dieser Woche werden alle Deckenplatten auf dem Erdgeschoss liegen, sagt Wiest. Und bis zum Ende der ersten Septemberwoche soll dann auch das zweite Geschoss komplett stehen. Möglich macht das die Holzfertigbauweise. Das Richtfest kommt dann aus Termingründen etwas verzögert im Oktober. Das einzige Betonbauteil, das aus der Bodenplatte herausragt, ist der Fahrstuhlschacht. Zusätzlich verstärken Stahlträger die Konstruktion. Die Trockenbauwände kommen später, deswegen strahlen die Räume derzeit noch eine loftähnliche Großzügigkeit aus. Die etwa 1800 Quadratmeter werden am Ende laut dem Raumkonzept, das das Architekurbüro mlw aus Ravensburg umgesetzt hat, aber auch mit zusätzlichen Wänden unter Anderem für fünf Gruppen, Nebenräume, Flure, Spielflächen, eine Küche, den Bereich für die Erzieher und einen Elternraum reichen. Der Außenbereich, so Thorsten Wiest, wird erst etwas später kommen: Im Winter lohnen sich eben noch keine Pflanzarbeiten. Da kann es dann Frühjahr werden. Die tragenden Wände stehen, darunter auch welche mit Schallschutz. Hier ist die Wandverkleidung durch eine Strebe von den Balken entkoppelt. Und auch von oben soll Ruhe sein: Auf die 26 Zentimeter dicken Bodenplatten des zweiten Stocks kommt noch eine zusätzliche schalldämmende Schicht. Zwei Tonnen wiegt eins der länglichen Elemente. Da können die Kinder im ersten Stock dann trampeln, ohne die ruhige Vorlesestunde im Erdgeschoss zu stören. Thomas Steinhauser, Fachbereichsleiter Hochbau bei der Stadt Tettnang, und Thorsten Wiest staunen selbst ein bisschen über den schnellen Fortschritt. Am 1. April habe die Planung begonnen. Was hier in neun Monaten entstehe, brauche normalerweise die doppelte Zeit. Steinhauser hebt die gute Zusammenarbeit hervor, die das in dieser Form möglich mache. Dass das Gebäude im Januar bezugsfertig sein soll, hat mit der Planung rund um den derzeit dreizügigen katholischen Loreto-Kindergarten zu tun. Der wird im Anschluss an dieses Vorhaben neu gebaut. Der Gemeinderat hatte sich gegen ein Provisorium entschieden, das noch mal Zusatzkosten verursacht hätte. Stattdessen ziehen die Kinder und Erzieherinnen erst in den Schäferhof um. Der jetzige Loreto-Kindergarten kann dann abgerissen werden. An seiner Statt entsteht in der Folge bis Spätsommer 2021 ein neuer fünfzügiger Kindergarten für etwa 6,45 Millionen Euro. Das zumindest ist die aktuelle Kostenschätzung für das Projekt. Von dieser Summe soll die katholische Kirche 20 Prozent bezahlen. Wenn die Loreto-Kinder und -Erzieherinnen dann in die neue Loreto- Kita ziehen, ist die Rochade vollendet und Tettnang hat sieben Kindergarten- und Kita-Gruppen mehr. Und auch schon mit dem „Provisorium“ im Schäferhof steigt die Zahl der Kita-Gruppen bereits auf einen Schlag um zwei. Doch bis das soweit ist, muss erst mal am Schäferhof noch einiges passieren. Die Gewerke seien zum allergrößten Teil vergeben, beruhigt Wiest. Darunter sind zum einen Partner, mit denen die Firma Weizenegger schon lang zusammenarbeitet. Hinzukommen ortsansässige Firmen, mit denen die Stadt Tettnang bereits gute Erfahrungen gesammelt hat. Regelmäßige Treffen der Planer sollen zusätzlich dabei helfen, alle relevanten Punkte für das Vorhaben im Auge zu behalte

Von Mark Hildebrandt

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(Quelle:© 2019 Schwäbische Zeitung,Schwäbisch Media Digital GmbH & Co.)

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