11.11.2019

Bauprojekt schreitet zügig voran

Bauprojekt schreitet zügig voran

Richtfest an der Kindertagesstätte Schäferhof -
Eröffnungstermin ist Mitte Januar  
von Carolin Hitzigrath

TETTNANG - Wo nun noch Kabel lo­se von der Decke hängen, Rohre sich unverkleidet über den Boden schlän­geln und rohe Rigipswände das Er­scheinungsbild prägen, sollen in drei Monaten Kinder spielen, essen und schlafen. An der Ecke Vogelherdbo­gen/Hofkammerstraße in Tettnang haben die Bauherren Richtfest der neuen Kindertagesstätte Schäferhof gefeiert. Der Einzugstermin ist am 13. Januar -er soll eingehalten werden. Im Schäferhof entsteht derzeit ei­ne neue, fünfzügige Einrichtung - und damit einer der teuersten städti­schen Neubauten: Mehr als 6,1 Mil­lionen Euro betragen die Baukosten, laut Bürgermeister Bruno Walter. Er ist zufrieden mit dem Verlauf der Planungs- und Bauarbeiten. Die Ent­scheidung, einen Generalübernehmer für das Bauprojekt zu engagie­ren bereue er nicht, sagt er. Dennoch gibt es einen Wermutstropfen: "600 000 Euro Fördergeld hängen noch in der Luft", sagt Walter. Denn der Topf, aus dem dieses Geld flie­ßen sollte, sei leer. Das Ministerium sei an der Sache dran, sagt der Bürgermeister. Andernfalls bleibt die Stadt auf den Kosten sitzen. Das Gebäude wird in Holzmodul­bauweise gebaut. Das einzige Beton­bauteil, außer der Bodenplatte, ist der Fahrstuhlschacht. Zusätzlich verstärken Stahlträger die Konstruk­tion. Die Zwischenwände werden in Trockenbauweise gezogen. Von au­ßen schützen zukünftig eine graue Holzfassade und dreifach verglaste Fenster die Kinder im Inneren. In ei­nigen Rahmen klaffen aber noch mit Folie verkleidete Löcher. Ein Fens­tertransport ist auf der Autobahn umgekippt. Das einzige größere Mal­heur, das bislang im streng geplanten Ablauf passiert sei, sagt Wolfgang Knöpfle, der Geschäftsführer des Generalübernehmers Weizenegger aus Bad Wurzach. Die Fenster wer­den kommende Woche geliefert. Wenn Heizung-, Luft- und Sani­tär- sowie Elektroinstallationen fer­tig sind, soll der schnell trocknende Estrich verlegt werden. Auf diesen kommt dann ein Kautschukbelag, der in unterschiedlichen Farben leuchten soll, sagt Architekt Jürgen Winterkorn . Die Räume und Flure hat er nach dem Wunsch der Stadt of­fen und lichtdurchflutet gestaltet. Die fünf Gruppenräume liegen alle zum Garten - unten die für die U3- und oben die für dieÜ3-Kinder.Über die Terrasse, beziehungsweise einen Laubengang im ersten Stock können die Kinder direkt zum Spielen nach draußen.
Die Verantwortlichen sind sich si­cher, dass die Kinder aus dem dreizü­gigen katholischen Loreta-Kinder­ garten am 13. Januar einziehen kön­nen. Der wird im Anschluss neu ge­baut. Der Gemeinderat hatte sich wegen der Zusatzkosten gegen ein Provisorium entschieden. Am Ende der Rochade bat Tettnang sieben Kindergarten- und Kita-Gruppen mehr. Schon mit dem Schäferhof steigt die Zahl um zwei Gruppen.

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(Quelle:© 2019 Schwäbische Zeitung,Schwäbisch Media Digital GmbH & Co.)

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